Läufigkeit = Lästigkeit? Wir finden nicht!

Mittwoch, Februar 18, 2015



Molly ist läufig.
Sie zeigte schon die letzten Tage die Auffälligkeiten  die mich stutzig machten, Molly wollte nicht mehr so ausgiebig wie sonst spielen, Spaziergänge ja-aber nur kurze Runden, sie markierte jede paar Meter und schleckte sich auffällig oft im Intimbereich. Das Abrufen klappte auch nicht mehr so gut wie sonst, sie zeigte ihren kleinen Sturkopf immer öfter. Als ich dann in meinen Kalender schaute bestätigte sich meine Vermutung, Molly wird in den nächsten Tagen läufig werden. Und heute war es also soweit.



Nicht weiter schlimm für uns, weil wir jetzt beim dritten Mal doch mit einer gewissen "Routine" an die Sache ran gehen. Die letzten Male zeigten uns wie toll und vorbildlich Molly damit umgeht. Ich muss gestehen, dass ich aber die ersten Male alles andere als routiniert war, es kommt irgendwie doch alles immer unerwartet.

Das erste Mal als Molly läufig wurde traf uns Nachts, die Anzeichen hatten wir davor wohl noch nicht deuten können, Übung macht schließlich den Meister! Panisch, was wir jetzt machen sollen, setzte ich mich an die Nähmaschine und bastelte ihr dann einfach selbst ein Höschen, am nächsten Morgen war das natürlich nicht mehr da wo es sein sollte. Also weiter zur nächsten Tierhandlung...
So weit so gut, stand ich vor dem passenden Regal mit einer Auswahl zwischen verschiedenen Farben, Größen, Material und Hersteller. Natürlich hatte ich in der Eile nicht dran gedacht Molly's Bauchumfang zu messen, super. Also nahm ich ein schwarzes Höschen in der Größe S, hinten auf der Verpackung standen zum Glück die passenden Hunderassen. Die passenden Einlagen durften natürlich auch nicht fehlen. Zuhause angekommen habe ich das Höschen Molly gleich angezogen, naja Begeisterung sah anderst aus. Es saß viel zu locker und Molly mochte es von Anfang an nicht, mal abgesehen von Nachts. Irgendwie gingen die 3 Wochen dann auch mit Höschen vorüber. Dafür war ihre 2.Läufigkeit mit Höschen aber umso schwieriger, sie verweigerte von Anfang an dieses Ding anzuziehen, wenn sie es doch an hatte, schleckte sie ständig daran und versuchte es sich rauszuziehen. Wir haben dann auch schnell bemerkt, dass sie vor lauter schlecken und dran rum knabbern etwas wund wurde, wir haben sie dann regelmäßig mit kaltem Kamillentee abgetupft. Letztendlich hatte sie das Höschen nur Nachts zum Einschlafen an, irgendwann war es sowieso wieder weg. Wir haben das Glück, dass sie sehr reinlich ist und wenn doch mal was daneben geht, dann wird die Decke halt eben gewaschen. 

Was habt ihr für Erfahrungen mit diesen Höschen gemacht?


Warum wir uns gegen das Kastrieren entschieden haben:
Ich habe schon viele kuriose Sachen gehört, wie zum Beispiel dass eine Hündin mind.einmal im Leben einen Wurf haben sollte oder dass nach der Kastration viele Erziehungsprobleme wie von alleine weg gehen. Auch gut: Bei einer Hündin die keinen Nachwuchs haben soll, macht man das eben so.
Alles Quatsch, finde ich! 
Es ist kein Geheimnis, dass bei kurzschnäuzigen Hunde eine Vollnarkose immer ein hohes Risiko darstellt auch deswegen haben wir uns gegen eine Operation entschieden. Wir haben zusammen beschlossen, solange Molly sich während der Läufigkeit nicht extrem unwohl fühlt und sich keine Probleme bei der Scheinträchtigkeit zeigen , belassen wir es dabei und lassen sie nicht kastrieren. Auch unser Tierarzt hat in unserem Fall gegen die Kastration geraten, wenn alles so bleib wie es jetzt ist.
Ich weiß natürlich auch, dass viele von der Kastration überzeugt sind und es auch Punkte gibt, die dafür sprechen. Ich finde, das muss jeder selbst für sich wissen und die Entscheidung individuell auf seinen Hund treffen. 
 Mich würde Interessieren:
Wofür habt ihr euch entschieden? Und was hat eure Meinung dazu beeinflusst?

Ich freue mich auf einen regen Austausch und vllt. auf Tipps für mich und Molly :)

Wir werden die nächsten Wochen gemütlich angehen und viel zusammen gekuschelt auf der Couch rum lümmeln!


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16 Kommentare

  1. Huhu Rebecca und Molly,
    wie schön zu lesen, dass es eurer Mopsdame mit der Läufigkeit so gut geht und ihr sie nicht grundlos kastrieren wollt. ("Unkompliziertheit" ist für mich kein Grund, etwas wegzuoperieren.)
    Abra ist eine Spätzünderin und war mit ihren 13 Monaten noch nicht läufig, aber auch sie soll im Ganzen bleiben. Wenn sie keine gesundheitlichen Probleme bekommt. Dass das lästig sein mag für drei Wochen, mag sein. Aber dennoch: das wusste ich ja vorher, als ich mich bewusst für eine Hündin entschieden habe.
    Liebe Grüße,
    Mara und Abra
    (deren jugendlicher Kumpel neuerdings dauernd verliebt ist und vor lauter Hormonen teils gar nicht mehr richtig denken kann - ausggesucht mit der Begründung, dass man mit einem Rüden dieses "Sexualitätsproblem" ja nicht habe... :-D )

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    1. Hallo Mara und Abra,
      ich drücke euch die Daumen, dass das 1.mal auch so reibungslos vorüber geht :) und eine Kastration erspart bleibt.
      Halte deinen Kumpel weiterhin in Schach ;)

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  2. https://www.fressnapf.de/p/bramton-waschbare-hundewindel
    Habe diese Hose gekauft und finde sie total super. Sie ist eigentlich für Inkontinenz gedacht und sitzt super perfekt. Anderst als die schmalen kleinen schwarzen Läufigkeitshöschen.
    In meine kann man eine normale Damenbinde einkleben und muss sie daher gar nicht oft waschen. Wäre eine Überlegung wert für euch.
    Was die Kastration angeht .... Ich musste oben besagte Hose kaufen, da Lucy nach der Kastrations-OP wochenlang im Schlaf das Pippi laufen ließ und ich hatte echte Panik, dass das so bleibt. Zum Glück hat es sich wieder gegeben.

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    1. Danke für deinen Tipp, ich schau mir das aufjedenfall an! Vllt. ist das ja die Lösung :)

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  3. Gerade, wenn man weiß, was der eigene hormonelle Status für Probleme gestalten kann, ist dies ein schwieriges Thema... lach

    Zum einen gibt es da das Geschäft mit der Angst. Kastrationszeitpunkt in Bezug auf Tumorwahrscheinlichkeit oder die Angst vor Gebärmutterenzündungen. Aber würde jemand seine Kinder in den OP schicken, damit sie später mal keine Tumore bekommen können? So nach dem Motto, was weg ist, kann nicht mehr erkranken...

    Die Natur hat keine Kastrationen vorgesehen und in dieses komplexe System reinzufummeln will sicherlich auch gut überlegt sein. Es geht ja nicht nur um Fortpflanzung. Außerdem können Krankheiten/Tumore auch aus anderen Gründen entstehen.

    Zum anderen ist es in anderen Haustierbereichen gang und gäbe. Bei Kleintieren wie Hasen zum Beispiel, um sie miteinander vergesellschaften zu können. Oder bei Pferden. Nicht jeder hat das Vermögen, die Kenntnisse und eine sichere Stallung, um sich einen Hengst halten zu können. Kein Mensch würde sich hier großartig Gedanken machen...

    Ich persönlich würde bei Hundehaltung dazu tendieren, nicht zu kastrieren, wenn keine zwingende Notwendigkeit (gesundheitlicher Natur) dazu gegeben ist. Mein Collierüde Kim zum Beispiel war nicht kastriert und Zeit seines Lebens völlig problemlos im Handling. Er hat sich mit allem und jedem vertragen und war auch noch ansprechbar, wenn um ihn herum lauter läufige Hündinnen unterwegs waren.

    Linda ist kastriert, weil man aus dem Tierschutz in der Regel keine unkastrierten Hunde bekommt. Mit unkastrierten Hündinnen habe ich also keine Erfahrungen. Ob sich zum Beispiel bei ihr diverse Fellveränderungen im ersten halben Jahr auf die Kastration zurückführen lassen, kann ich nicht beurteilen. Möglich wäre es aber.

    Ein komplexes Thema, zu dem es viele Meinungen gibt.

    LG Andrea



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    1. Hallo Andrea, vielen lieben Dank für deinen interessanten Beitrag.
      Wir haben Anfangs auch hin und her überlegt - auf der einen Seite die doch gewichtigen Gründe, die dafür sprechen, wie du schon angesprochen hattest, Ängste vor Erkrankungen.
      Auf der anderen Seite die doch ernstzunehmende OP. Bisher sind wir mit unserer Entscheidung sehr zufrieden, was die Zukunft bringt weiß niemand.
      Aber wie du schon gesagt hast - ein Thema mit vielen Meinungen.
      Danke, dass du deine Meinung dazu gesagt hast :)

      LG Rebecca

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  4. Bei uns war es so das Nora die ersten Jahre überhaupt keine Probleme mit der Läufigkeit hatte. Sowohl sie als auch wir kamen super damit zurecht. Ein Höschen brauchte sie auch nie, da sie immer sehr sehr reinlich war und man nie etwas gefunden hat. Auch vom Verhalten her war sie wie immer, ausser das sie draussen häufiger markiert hat.
    Allerdings hat sich das in den letzten zwei Jahren verändert. Jede Läufigkeit nahm sie mehr und mehr mit, wollte weder fressen noch spielen (ich weiß dass das bei vielen Hündinnen immer so abläuft, aber von Nora kannte ich es eben nicht). Ich hatte das Gefühl das es mit jeder Läufigkeit schlimmer wurde.
    Als dann letztes Jahr die Sache mit ihren Leberwerten und der Milz war, haben wir dann beschlossen sie direkt mit kastrieren zu lassen. Ich wollte einfach nicht riskieren das es mit dem Alter immer schlimmer wird. Dann lieber jetzt noch, wo sie fit und munter ist als wenn sie später irgendwelche Probleme dadurch bekommt. Ausserdem musste sie dann ja eh auf den Op Tisch, warum also nicht alles in einem erledigen.
    Zum Glück hat sie das alles super überstanden. Wir bemerken auch absolut keine Veränderung an ihr, weder im Verhalten noch z.B. in der beschaffenheit des Fells.
    Für uns war es so die beste Entscheidung. Wahrscheinlich hat da jeder seine eigene Meinung zu.
    LG Jasmin

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    1. Manchmal kommt dann der Wandel, deswegen finde ich es gut , nicht gleich zu agieren sondern solange keine Probleme auftauchen erstmal es zu belassen. Wenn Probleme auftauchen, wie bei euch kann ich das natürlich nachvollziehen. Man weiss ja nie was kommt...

      Liebe Grüße Rebecca

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  5. Mir gefällt eure Einstellung! Ich kann nur von mir sprechen und ich werde auch nicht operiert.... solange alles gut ist!

    Schlabbergrüße Bonjo

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  6. Also mein Rat an euch wäre,lasst das Höschen weg.
    Denn durch die Hose entsteht ziemlich viel Wärme im Intimbereich,dadurch vermehren sich relativ rasant weniger schöne Bakterien.Und es ist eben in der Natur der Hündin so vorgesehen das sie diesen Job alleine meistert.Logisch ist ein Tropfen Blut auf dem weißem Sofa vielleicht nicht die passenden Deko,aber einfach mal für die 3 Wochen eine Decke über die Möbel werfen und gut ist wäre da die Alternative ;-).
    Zudem verlieren Hündinnen nur nach dem sie lange geschlafen haben etwas mehr Blut.Ansonsten hält sich das zumindest bei unseren 2 Mädels sehr im Rahmen.Wichtig zum Sauber machen,das Blut nur abtupfen nicht in den Stoff reinrubbeln ;-).Anette war das erste mal sehr panisch bei ihrer Läufigkeit und folgte mir auf Schritt und tritt.Mittlerweile ist sie da sehr viel cooler.Lila wird dann schon mal aufmüpfig und bedrängt unsere beiden kastrierten Jungs dann mal ganz gerne.
    Tja und eigentlich verschiebe ich die Kastration von den Mädels seit nun einem Jahr vor mir her.Lila wird nun bald 4 und Anette 3,alle vorigen Hündinnen wurden eigentlich immer kastriert und wir hatten nie Probleme.Nun haben wir das erste mal kleinere Hunde und irgendwie bin ich da viel zimperlicher *hust*.Wir werden sehen :-).
    Viele liebe Grüße
    Johanna

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    1. Hallo Johanna,
      genau so seh ich das mittlerweile auch. Ohne diesem nervigen Höschen kommt Molly viel besser zurecht und sie macht das alles von selbst sauber. Die ein,zwei Flecken können wir dann gut verkraften ;) Molly ist es auf den ersten Blick gar nicht anzumerken, sie ist nur etwas verschlafen und eher ruhig.

      Danke für deine Antwort, liebe Grüße Rebecca

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  7. Unsere Claralotti musst kastriert werden, das sie jedes Mal nach der Läufigkeit eine schwere Gebärmutterentzündung hatte. Allerdings haben wir es minimalinvasis machen lassen. Zwei klein Schnitte, Schlüsselochmethode und nach einer einstündigen OP kam unsere Schnute fröhlich wackelnd aus der Tierklinik. Wir haben es nicht bereut und auch keine Veränderungen feststellen können. Einfach mal Glück gehabt.

    LG
    Stefy i. A. von Claralotti

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  8. Ich entschied mich bei Charly nach langem überlegen für eine Kastration. Was ich bis heute nicht bereue. Ich finde es super, dass es Molly bei ihrer Läufigkeit so gut geht. Da würde ich auch einfach abwarten.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

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  9. Wer hätte gedacht, dass wir mit Genki ein paar Erfahrungen und Tipps in die Runde bringen könnten. Genki wird logischerwiese nicht läufig, hatte aber letztes Jahr eineHodenverletzung und musste deshalb auch Höschen tragen, damit er sich nicht wundschleckt. Das ganze hat nur bedingt geklappt, vor allem Nachts war das Ding ratz-fatz aus. Und dann haben wir den Tipp bekommen es doch mit Babystramplern zu versuchen. Gesagt getan und das hat wirklich erstaunlich gut funktioniert! Deshalb möchte ich, wenn Momo läufig wird ihr auch entweder Strampler anziehen, oder ein Höschen mit Hosenträgern besorgen. Bei allem anderen zweifle ich dass es dran bleibt. Da sie wegen ihrem Juckreiz auch sowieso ständig Kleidung tragen muss und somit gewohnt ist, glaube ich auch nicht, dass es sie weiter stören wird.

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  10. Da kann ich leider so gar nicht mitreden, aber ich freue mich, dass ihr für euch eine gute Lösung finden konntet und es zeigt auch wieder, wie individuell wir Vierbeiner und auch die Zweibeiner sind und das, was im einen Rudel passt, im anderen noch lange nicht die richtige Lösung ist. Schön, eine so entspannte und faire Diskussion zu lesen.

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Danke fürs vorbei schauen ♥

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