Angsthase, Pfeffernase...

Freitag, Oktober 02, 2015


... morgen kommt der Osterhase!

Ging nicht so der bekannte Kinderreim?! Als ich neulich wieder etwas später mit Molly die letzte Gassirunde gedreht habe, kam mir die Idee einfach mal darüber zu schreiben. Vielleicht geht es anderen ja genauso? Oder vielleicht übertreibe ich ja wirklich! Ich gestehe, ich bin ein wirklicher "Angsthase" was das Gassi gehen im Dunklen angeht. Jedes Mal, wenn ich dann wieder sicher zu Hause angekommen bin, fällt mir ein Stein vom Herzen.














Meistens gehen wir bzw. ich zwischen 20 Uhr und 21 Uhr das letzte Mal mit Molly Gassi. Im Sommer ist das natürlich kein so ein großes Problem, denn um diese Uhrzeit ist es ja noch ziemlich hell. Doch ich merke jetzt schon, wie die Abende immer kürzer werden. Bei uns ist es jetzt schon zwischen 20 Uhr und 21 Uhr nahezu dunkel. Dieses unwohle Gefühl wird immer stärker. Ich fühle mich einfach nicht wohl, wenn ich draußen im Dunkeln alleine mit Molly unterwegs bin. Ihr fragt euch sicher, warum dann nicht einfach das Herrchen mitkommt. Es gibt Abende, an dem er einfach mal nicht zu Hause ist oder schlicht und einfach keine Zeit oder Lust hat. Mir macht es auch überhaupt nichts aus, auch mal alleine mit Molly unterwegs zu sein, im Gegenteil, ich genieße die Zeit zu zweit auch mal sehr. Doch abends fühle ich mich einfach sehr unsicher und unwohl, ich bilde mir Geräusche ein, bin angespannt und total "unter Strom". Ist ja nicht so, als hätte ich die "Abschreckung" schlecht hin neben mir her laufen, vor einem Mops hat nun wirklich niemand Angst. 





Sieht so ein "Wachhund" aus? Wohl kaum!






Wie verhält sich Molly?



Molly hingegen ist Abends eher träge und hat alles andere als Lust noch vor dem Abendessen durch die Gegend zu laufen, ist es dann auch noch kalt und nass braucht man schon fast Überredenskünste. Aber Angst. Nein, Angst hat sie keine. Einen kleinen Unterschied zu morgens oder mittags merke ich aber dennoch. Sie ist viel mehr wachsamer. Kommt uns ein "großer dunkel bekleideter Mann" entgegen, fühlt sie sich plötzlich ganz stark und der Beschützerinstinkt meldet sich dann doch deutlich. Molly würde sofort merken, wenn uns jemand hinterher läuft oder entgegen kommt, wenn ich denjenigen noch nicht mal richtig erkennen kann. Aber was würde es nützen? Dass ich dann schneller wegrennen kann? Mit Molly an meiner Seite fühle ich mich aber dennoch ein kleines bisschen sicherer, als wenn ich alleine laufen müsste. Ich bin mir sicher, dass sie meine Unsicherheit und Angst auch etwas spürt und deshalb wachsamer ist. Doch die Angst einfach abschalten ist leichter gesagt als getan. 





Was mache ich dagegen?



Ich habe mir angewöhnt nur an beleuchteten Straßen zu laufen, Wald-und Feldwege vermeide ich abends grundsätzlich (leider). In meiner Tasche ist auch immer mein Handy und ein Pfefferspray. Achtung, bei dem Pfefferspray darauf achten, dass es sich um ein "Tierabwehrspray" handelt, ansonsten kann es rechtlich zu Schwierigkeiten kommen. Ohne diese zwei Dinge, gehe ich grundsätzlich nicht mehr raus. Seitdem ich auf einem Feldweg eine sehr unangenehme und für mich brenzlige Situation erlebt hatte, fühle ich mich dadurch einfach sicherer, denn in diesem Moment hat es mir sehr viel geholfen. 




Wofür brauche ich solche Dinge?



Ich gehe ja nicht aus dem Haus und sage "heute Abend passiert mir etwas". Trotzdem bin ich auch nicht so naiv um zu denken, dass mir sicher nie etwas passieren könnte. Wir wohnen in einer Stadt wo man bestimmte Bezirke abends vermeiden sollte, wie, davon gehe ich aus, es in jeder Stadt der Fall ist. Mein Handy half mir in einer Situation Hilfe zu rufen bzw. demjenigen deutlich zu machen, dass ich nicht alleine bin und gleich Hilfe kommt. Das Pfefferspray hab ich seitdem immer als Abwehr in der Tasche. Es kann ja auch mal sein, dass Molly von einem anderen Hund angegriffen wird und ich dann um das Spray froh bin. Natürlich habe ich mich gefragt ob das vielleicht übertrieben ist, aber es können einfach Dinge passieren, die man mit solchen Hilfsmittel vielleicht verhindern kann. Ich bin mir sicher, dass einige noch ganz andere Sachen mit sich rum schleppen. 




Seid ihr abends auch unsicher und ängstlich? Oder habt ihr euren eigenen "Wachhund" und fühlt euch deswegen sicherer? Wie geht es euch mit größeren Hunden an der Seite? Fühlt ihr euch auch sogar mit kleineren Hunden sicherer? Viele Fragen, die mich sehr interessieren würden.




Ich bin auf eure Erfahrungen gespannt und vielleicht habt ihr ja auch noch den ein oder anderen Tipp für mich.

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5 Kommentare

  1. Ich bin so ziemlich das genaue Gegenteil ... meistens sind wir ja schon morgens um 5 Uhr unterwegs und abends so gegen 22 Uhr - da ist es jetzt auch schon wieder eine ganze Weile dunkel. Ich gehe immer im Feld mit den Hunden spazieren, einfach weil es für mich so auch sehr bequem ist - wir haben einen direkten Ausgang auf den Feldweg. Vor möglichen Übergriffen habe ich keine Angst ... obwohl es auch für mich manchmal komisch ist, wenn ich um die Uhrzeiten jemanden treffe. Früher habe ich mir auch manchmal solche Sorgen gemacht ... obwohl ich da noch mit deutlich größeren Hunden unterwegs war. Mit den zunehmenden Jahren sind diese Sorgen aber auch verschwunden und heute erfreue ich mich oft an den besonders ruhigen Runden im Dunkeln :)
    Aber alle unsere Hunde haben mir schon immer sehr früh angezeigt, falls auf unserem Weg irgendwas ist. Ich kann an ihren Reaktionen auch gut unterscheiden ob mich Mensch, ein anderer Hund oder Wild erwartet. Da wir alle aber auch immer beleuchtet sind wie eine Reklametafel und auch meine Stirnlampe eine große Reichweite hat, gehen uns die meisten Menschen schon freiwillig aus dem Weg.
    Ich würde mich wahrscheinlich bei einer Runde durch die Stadt unsicherer fühlen als auf meiner Feldrunde!

    Allerdings würde ich auch nie ohne mein Handy gehen ... denn es kann ja doch mal etwas sein.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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  2. Leider können wir bei Dunkelheit nicht mehr auf Feldwegen spazieren gehen. Die gehören dann nämlich den Wildschweinen, die manchmal sogar bis in unseren Ort kommen. Also bleiben wir für die letzte Pullerrunde im Ort. Emma und Lotte sind tolle Wachhunde und bei Dunkelheit sind sie noch aufmerksamer. Angst habe ich, mit den beiden an meiner Seite, nicht.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  3. Sehr interessant hier die verschiedenen Gewohnheiten zu lesen. Da wir in einem Ferienort wohnen, wo am Eingang schon eine Sicherheitskontrolle ist, habe ich nicht all zu viel Angst. Die Menschen kommen her um Urlaub zu machen und nicht um mich... was weiß ich was. Manchmal schlafe ich auf der Couch ein und werde erst nachts um 2 wach und wir gehen dann eben eine kurze Pippi runde. Alles kein Thema. Ich habe hier auch festgestellt das man mehr auf den anderen guckt. Als ich mir mal tagsüber den Zeh blau gehauen und deshalb alles zusammen geschrien habe, hörte ich sofort wie irgendwo eine Tür aufging. Das ist sehr beruhigend.
    Wenn ich in Deutschland abends im dunkeln unterwegs bin, fühle ich mich allerdings nicht so sicher. Manchmal habe ich dann auch das Handy in der Tasche in der Hand und schon die ein oder andere Nr. als Kurzwahl bereit.
    LG Vanni mit Sandy

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  4. Also das Indianermädchen ist absolut kein Wachhund - zwar merke ich an ihrer Körpersprache, ob sich etwas in unserer Nähe bewegt, aber je angespannter sie ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass es sich dabei um eine Katze oder einen Hasen handelt. Beschützen würde sie mich glaube ich nicht - und ihr Aussehen eignet sich auch nicht wirklich als Abschreckung - da hätte ich doch manchmal gerne den "bösen großen schwarzen Hund".
    Ich selbst habe grundsätzlich keine Angst im Dunkeln, aber wenn mir zu sehr späten Stunde jemand im Wald OHNE Hund entgegen kommt, ist mir auch etwas mulmig und ich bin dann froh, wenn diese Gestalt an mir vorüber gegangen ist ohne mir etwas zu tun..

    Ein Handy habe ich auch immer dabei - das Spray steht unbenutzt und eingeschweißt - ein Geschenk eines Freundes, der Angst im Dunkeln hat und sich immer sorgte, wenn ich nachts mit Emmely noch raus ging.

    Liebste Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen

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  5. Hallo ihr zwei,

    ich muss zugeben, dass ich auch sehr ungern im Dunkeln spazieren gehe. Das liegt aber hauptsächlich an unserer Wohngegend - am Bahnhof. Es ist hier nicht das sicherste Pflaster und es kommen einem das öfteren schon mal komische Gestalten entgegen. :/ Im Dunkeln laufe ich nicht mehr durch den Park, sondern bleibe eher an der Straße. Ringo ist schon optisch ein Vorteil, da viele Leute vor ihm Angst haben und freiwillig die Straßenseite wechseln. Wechseln komische Gestalten die Seite nicht, gebe ich Ringo ein optisches Signal, damit er bellt und somit hat sich das Problem schon von alleine erledigt. Ich denke auch, dass er mich im Notfall verteidigen würde aber zu 100% weiß ich es nicht.
    Mein Handy habe ich immer griffbereit und meinen Schlüssel habe ich auch in der Tasche, mit dem ich mich wehren könnte. :D

    Liebe Grüße aus dem Pott
    Ann-Christin & Ringo

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