Vorsätze, die einem Mopsblick nicht standhalten können

Freitag, März 25, 2016


Bevor der Mini-Mops vor 2 1/2 Jahren bei uns einzog, machten wir uns natürlich viele Gedanken über die gemeinsame Zukunft. Wir waren voller Vorfreude und wurden uns mit den Vorsätzen, was das gemeinsame Zusammenleben erleichtern soll, schnell einig. Molly ist unser erster Hund und wie es so ist, bekommt man vor dem Hundekauf mehr oder weniger hilfreiche Tipps. Lass ihn nicht zu dir ins Bett, sonst weiß der Hund nicht wer der Rudelführer ist, von Anfang an ist eine strengere Erziehung wichtig, sofort in die Welpenschule gehen usw.

Natürlich nimmt man den ein oder anderen Tipp auch gerne an, aber wir versuchten trotz weniger Vorkenntnissen unsere eigenen Vorsätze festzulegen, mit dem Hintergrund, wie wir uns das Zusammenleben mit einem Hund vorstellen.

Wir einigten uns auf folgende Vorsätze / Regeln:

  • Molly darf zwar bei uns im Schlafzimmer schlafen, aber nur neben dem Bett in ihrem Körbchen.
Wir haben es wirklich vom ersten Tag an versucht und uns die Nächte um die Ohren gehauen. Die ersten 2 Wochen haben wir es noch einigermaßen hinbekommen, aber an schlafen war gar nicht zu denken. Molly schlief zwar in ihrem Körbchen ein, aber nur für circa 1h lang, dann saß sie da und hat ununterbrochen geweint, gesteigert von im Zimmer auf und ab laufen und dann ist sie schließlich immer von selbst ins Bett gesprungen, natürlich haben wir sie immer wieder zurück ins Körbchen gesetzt, aber dann ging das ganze wieder von vorne los. Wir hatten schon im Wechsel auf der Couch geschlafen, aber das war natürlich auch keine Lösung. Wir haben ihr versucht das Körbchen auch "schmackhaft" zu machen, indem sie nur noch dort ihr Futter und Leckerlis bekam. Auch nach diesem Versuch hat es sich nicht verbessert, sie wollte unbedingt zu uns ins Bett. Nach circa 4 Wochen hin und her gaben wir uns aus Erschöpfung geschlagen (Schande über unser Haupt) und sie durfte schließlich am Bettende auf einem Kissen schlafen. Mittlerweile schlaft sie im Bett wo sie möchte, am liebsten unter der Decke zwischen unseren Beinen :D Aber wisst ihr was?! Wir bereuen es überhaupt nicht, es ist einfach zur Normalität geworden, wenn sie mal bei meinen Eltern übernachtet fehlt uns sogar was in der Mitte.


  • Es gibt nichts vom Tisch zu fressen / Unser Essen ist für Molly tabu.
Diesem Vorsatz sind wir mehr oder weniger treu geblieben. Wenn wir essen, geben wir ihr nie was ab, es kann mal sein, dass sie nachdem wir schon alles verräumt haben, ein aufgehobenes Stückchen Apfel oder ähnliches ab bekommt. Wir können zu 100% sagen, dass wir kein "Bettelhund" haben und können ohne Probleme z.B. auf der Couch essen und sie schläft 10cm weiter weg friedlich.


  • Die Couch ist tabu, gekuschelt wird auf ihrem Riesenkuschelkissen vor der Couch.
Im Nachhinein war das für mich der sinnloseste Vorsatz. Wir haben genau 5 Tage durchgehalten, dann haben wir schon zusammen auf der Couch gekuschelt. Jetzt sind diese Kuschelstunden gar nicht mehr weg zu denken.


  • Wenn sie mal alleine bleiben muss, dann nur im Wohnzimmer und nicht in der gesamten Wohnung.
So machen wir es von Anfang an und haben es so auch beibehalten, Molly hat überhaupt keine Probleme alleine zu bleiben. Unsere Wohnzimmertür ist sonst immer offen und sie weiß ganz genau, wenn wir die Tür schließen, verlassen wir die Wohnung.


  • Während wir ihr Essen richten, soll sie brav auf ihrer Platzdecke sitzen und auf unser "OK" warten. 
Auch das ein sinnvoller Vorsatz, wir können ohne jeden Stress ihr Futter richten.


  • Das Bett und die Couch sind auch tabu, wenn wir nicht zu Hause bzw. nicht im Raum sind. 
 Das hat sich dementsprechend erübrigt, ihr Lieblingsplatz ist tagsüber die Couch und nachts das Bett.


  • Wir gehen schnellstmöglich in die Welpenschule mit ihr, sodass sie von Anfang an viel Kontakt mit Artgenossen hat.
Haben wir gemacht, anschließend die Junghundschule und dann die "normale" Hundeschule. Hunde mag sie aber mit wenigen Ausnahmen trotzdem nicht, dafür kann sie aber gelernte Kommandos umso besser.


  • Wenn ich arbeiten muss und mein Freund mal an die FH muss, haben wir eine Alternative, dann springen meine Eltern ein.
Meine Eltern vergöttern Molly und freuen sich immer riesig, wenn sie Molly mal über Nacht bei sich haben


  •  Wenn es möglich ist, nehmen wir Molly immer überall mit.
Haben wir anfangs so gemacht. Mittlerweile haben wir aber gelernt, dass manchmal weniger mehr ist. Sie kommt zwar mit vielen Menschen klar, kommt aber überhaupt nicht zur Ruhe, sie würde sich niemals an einem Geburtstag oder Co. ablegen und eine Runde weg dösen. Wenn wir wissen, dass es doch etwas länger wird, bringen wir sie zwischendrin nach Hause oder holen sie einfach später ab. Wir nehmen sie zwar immer noch oft mit, aber beispielsweise nie zum shoppen, das ist einfach zu viel Stress für sie. Wenn wir aber in unser Lieblingsrestaurant für 2 Stunden zum Abendessen gehen, nehmen wir sie auch schon mal mit und verbinden das dann mit einem Abendspaziergang.


  • Wir werden die Regeln konsequent durchziehen, es gibt keine Ausnahmen.
Naja, wir geben unser Bestes, aber wie der Titel schon verrät, gibt es auch Vorsätze, die einem Mopsblick nicht standhalten können.


  • Während der großen Mittagsrunde werden Kommandos geübt.
Anfangs haben wir geübt wie die Weltmeister, sind nie ohne Hundepfeife oder Clicker aus dem Haus gegangen. Mittlerweile versuch ich das immer wieder mit einzubinden, aber wir genießen auch einfach mal den Wald zu erkunden/ zu entdecken und um die Wette zu flitzen.


  •  Wenn es an der Tür klingelt, sind wir die ersten an der Tür, nicht Molly.
Ja, das ist bei uns großes Thema. Molly bellt zwar nicht, will aber natürlich sofort wissen, wer da jetzt gleich rein kommt. Besuch ist für sie schon immer das Größte gewesen, wir haben eigentlich fast nur "hundefreundliche" Freunde, das heißt, sie wird dann auch immer dementsprechend begrüßt bzw. behandelt. Ein Vorsatz, den wir mal wieder anpacken müssen.


  • Zuerst werden wir Menschen begrüßt und dann der Hund.
Durch diesen Vorsatz mussten anfangs wirklich alle Freunde und die ganze Familie durch, irgendwann hat sich das dann doch irgendwie eingeschlichen, dass jeder macht wie er möchte.


  • Während der Gassirunden darf sie zu keine fremden Menschen gehen.
Mein Lieblingsthema, denn wir hatten wirklich massive Probleme damit. Auch jetzt noch wechseln die Leute die Straßenseite, wenn sie uns sehen. Aber nicht um uns aus dem Weg zu gehen, sondern um auf uns zu treffen. Ich habe wirklich schon alles erlebt. Natürlich Leute, die Molly ohne zu Frage füttern, auch gerne mal mit einem Stückchen Schwarzwälder Kirschtorte, bis hin zu Leuten, die sie einfach hochnehmen und tragen. Ich musste manchmal wirklich sehr direkt und fast schon unfreundlich werden, damit sowas nicht passiert. Mittlerweile geht sie auch ohne Leine nicht mehr zu fremden Leute, was mich wirklich sehr stolz macht, denn wir haben wirklich sehr viel geübt.


  •  Den Alltag möchten wir nicht langweilig gestalten, deswegen gibt es auch zu Hause Such- und Schnüffelspiele.
Das ist total Molly`s Ding. So gerne wie sie schläft, so gerne beschäftigt sie sich aber auch mit verschiedenen Spielen. Angefangen vom Hütchenspiel, Schnüffelteppich, Versteckspiele über ihr heißbegehrten Activity Memory Trainer. Kong und Co. sind natürlich auch immer sehr gefragt.

Das waren für uns, vor dem Einzug von Molly, die wichtigsten Vorsätze. Wie ihr seht, manche konnten dem besonderen Mopsblick nicht standhalten, andere sind bis jetzt immer noch sehr hilfreich und sinnvoll. Im Nachhinein finde ich unsere Vorsätze eigentlich gar nicht wirklich passend zu uns, wir sind alles andere als streng, aber das waren eben Regeln/ Vorsätze, die in ganz vielen "Ratgebern" stehen und die man eben gleich gesagt bekommt. Wir wollten eben alles "richtig" machen.

Uns würde brennend interessieren, welche Vorsätze hattet ihr und wie geht ihr jetzt damit um, wir sind sehr gespannt! Wer macht mit?

♥ HIER NOCH EIN BEWEIS; WER KANN DIESEM MOPSBLICK WIEDERSTEHEN?! ♥


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2 Kommentare

  1. Oh, das finde ich super spannend zu lesen - Allerdings muss ich sagen, dass wir und am Anfang garnicht all zu viele Vorsätze gemacht haben. Mal sehen wie/ob ich das Thema aufgreifen kann.

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  2. Oh,eine sehr schöne Idee! Und in einigen Dingen erkenne ich mich auch wieder..Wir greifen eure Idee sehr gerne auf und berichten bald darüber..
    Liebste Grüße
    Lizzy und das Indianermädchen

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