[Blogparade] Hund im Bett - ja oder nein?

Mittwoch, März 29, 2017


Ja, Molly darf mit in unserem Bett schlafen und das jede Nacht ohne Ausnahme. Warum eigentlich nicht? Natürlich haben wir uns mit diesem Thema auseinandergesetzt, bevor der Mini-Mops bei uns einzog.  


Der Hund im Bett, Ja oder Nein?

Bei dieser Frage gehen die Meinungen bekanntlich weit auseinander. Meine Meinung ist, ein Ja oder Nein gibt es bei dieser Frage nicht. Klar, ist es leichter einen Mops ins Bett zu lassen, anstatt die 40kg schwere Dogge. In dieser Hinsicht, sollte man ganz individuell seine Entscheidung treffen und sich auch klar sein, wenn der Hund mal im Bett ist, bekommt man ihn nicht wieder so leicht und schnell hinaus. Wenn man es wirklich nicht möchte, sollte man schon im Welpenalter damit anfangen und wirklich konsequent sein, ein Hund versteht keine Ausnahmen und es wird nur umso schwerer ihm das gemütliche Bett wieder abzugewöhnen.

 

Wir waren uns da ganz schnell einig, unser Zuwachs soll neben uns schön in ihrem eigenen Bettchen schlafen.

Aber dann, schauten uns traurige schwarze Knopfaugen an, hörten leises jammern, kratze jemand lange an unserem Bett. Um es auf den Punkt zu bringen, wir hatten viele schlaflose Nächte hinter uns gebracht und das Durchhaltevermögen war doch sehr schnell verschwunden, mal von den Vorsätzen ganz zu schweigen. Eines Abends sagten wir "ok, diese Nacht darf sie mit ins Bett, aber morgen versuchen wir es wieder mit ihrem Bettchen". Im Nachhinein natürlich völliger Quatsch und es hat natürlich am nächsten Abend nicht geklappt. Und nun sind fast 4 Jahre um und sie schläft immernoch in unserer Mitte und wir bereuen es überhaupt nicht, wenn ich ehrlich bin, finde ich es sogar sehr toll!

Warum wir uns "damals" zuerst dagegen entschieden haben?


Naja, ist das nicht der erste Rat, den man als Neuling in Sachen Hundeerziehung mit auf den Weg bekommt? 


Als die "Sache" dann schnell entschieden war und Molly glückselig in unserem Bett lag fragte ich mich natürlich auch das ein oder andere Mal ob diese Entscheidung die Richtige war oder ob ich laut vielen sogenannten Hundeexperten einen großen Fehler gemacht habe. Doch man sollte auch mal überlegen warum denn der Hund überhaupt so gerne bei uns im Bett schläft.

Wenn man es sich mal ganz genau überlegt, kann man es doch keinem Hund übel nehmen, das Bett ist sehr bequem und alles riecht so stark nach Herrchen und Frauchen. Rein biologisch ist es noch verständlicher, Hunde meiden die Einsamkeit, suchen ständig Liebe, Wärme und Geborgenheit. Auch in der Wildnis suchen Tiere, gerade Nachts nach einem warmen gemütlichen Plätzchen, sich übrigens gegenseitig zu wärmen gehört da jede Nacht dazu. Wieso sollte es dann Molly nicht auch so sehr mögen???

Viele die dagegen sind, sprechen oftmals die Problematik der nicht ausreichenden Hygiene und das Thema Rudelführung an.

Unhygienisch?!

Als ich das erste Mal offen erzählt habe, anfänglich übrigens noch sehr leise und fast verschämt, dass Molly in unserem Bett schlafen darf, durfte ich mir einiges anhören. "Das ist doch unhygienisch, der Hund ist doch so dreckig" oder "euer Hund wir dann sehr dominant und zum Rudelführer". Ganz klar, das sind Argumente, die einen als "Neuling" erstmal zum Überlegen zwingen. Ich kann nicht leugnen, dass Hunde auch mal Flöhe oder Zecken an sich haben, aber auch wir Menschen können diese Ungeziefer mit in das Bett bringen. Gerade in der Zeckenzeit suchen wir Molly täglich ab, bei ihrem kurzen hellen Fell finden wir diese auch immer sehr schnell, aber wir hatten da bisher auch sehr viel Glück. Wenn sich doch mal eine Zecke im Bett verirren sollte, dann hoffe ich einfach, dass ich sie schnell finde. Was die Flöhe angeht, da muss ich etwas schmunzeln. Ich arbeite im Kindergarten und bin bei sowas ziemlich abgehärtet, das hält mich nicht ab Molly ins Bett zu lassen. Natürlich, kann ich das voll und ganz verstehen, wenn jemand sagt, er möchte das aus hygienischen Gründen nicht. Ich selbst bin auch nicht der "gute Schläfer", gerade wenn es gegen die Morgendämmerung geht, merkt man dass Molly doch etwas unruhig wird, dann sucht sie wieder sehr starken Körperkontakt. Danach verfällt sie nochmal in einen Tiefschlaf und man bekommt den Langschläfer nicht mehr aus dem Bett.

Rudelführer?!

"Ist mein Hund der Rudelführer, wenn er zu uns Menschen ins Bett darf?" Das ist doch DER KLASSIKER unter den Fragen zur Hundeerziehung. Ich finde diese Frage wird sehr überbewertet und dramatisiert. Bei diesem Thema gehen die Meinungen wieder weit auseinander. Der eine sagt ganz klar, ein Hund darf nicht mit dem Ranghöchsten (Mensch) mit in das Bett, denn so wirft man sich dem Hund unter. Die anderen finden es völlig normal, wenn der Hund nach Nähe und einem weichen Plätzchen sucht. Ich schließe mich ganz klar dem Zweiten an. Der Hund kommt doch nicht in unser Bett um uns mit Schnarchgeräuschen zu dominiren. Wenn die Hund-Mensch Beziehung stimmt, weiß der Hund, dass es nicht sein Bett ist. Falls der Hund aber den Partner aus dem Bett knurrt, wird es höchste Zeit zu handeln, schließlich stellt der Mensch die Spielregeln des Zusammenlebens auf. Der Hund knurrt nicht, weil er Macht oder Aggression ausüben will – er möchte seinen bequemen, herrlich warmen Platz schlichtweg nicht verlassen. Dieses Verhalten hinzunehmen und den Mann auf der Couch schlafen zu lassen, kann natürlich keine Lösung sein. Kommt man als Zweibeiner also ins Schlafzimmer und möchte selbst im Bett liegen, muss der Hund Platz machen - wenigstens ein bisschen ;).


 

Wenn Molly neben mir schlummert habe ich das Gefühl von Geborgenheit, Vertrautheit und Wärme. Neben meinem kleinen Mops einzuschlafen ist auch schlicht und einfach zur Gewohnheit geworden. Ihr leises Schnarchen beruhigen mich sehr und bringen mich leichter in den Schlaf, unglaublich oder? Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, mich nicht mehr rechtzufertigen, wir haben diese Entscheidung getroffen und ich genieße es sehr, Molly so nah bei mir zu haben. Es soll einfach jeder handhaben dürfen wie er möchte.

Wie sind eure Meinungen zu dem Thema Hund im Bett - ja oder nein?

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1 Kommentare

  1. Mein Mops schläft auch bei uns im Bett. Eure Geschichte klingt wie unsere: Irgendwann haben wir nachgegeben bzw. wollten selbst mit dem Hund im Bett kuscheln und dann ist es ganz schnell zur Gewohnheit geworden. :)

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