B.A.R.F

Hallo liebe Blogleser, 

als wir uns entschieden haben, einen kleinen Mops bei uns einziehen zu lassen, mussten wir vorab mehrere Fragen für uns beantworten:

Welches Futter bekommt unser Zuwachs?
Trockenfutter, Nassfutter oder doch dieses "Barfen"?
Was ist "Barfen" überhaupt?
Nach längeren Überlegungen, haben wir uns für das Barfen entschieden und möchten dadurch Tipps und Tricks weitergeben und vllt. bei einigen die letzte Skepsis nehmen. 


ZUNÄCHST ALLGEMEIN: es handelt sich in erster Linie um die Verfütterung von rohem Fleisch, Knochen und Innereien.  
Molly`s Lieblingssorten sind Rind, Huhn, Lamm, Pute und Fisch. Auch Innereien sind notwendig und sehr beliebt. Unsere Kleine ist nicht mehr zu halten, wenn es ihren geliebten Pansen oder Blättermagen gibt! An den üblen Geruch muss man sich gewöhnen, aber was macht man nicht alles für den Hund!

Natürlich kann man noch viele weitere Fleischsorten, wie Kaninchen, Pferd und Wild verfüttern, jedoch Abstand nehmen von Schweinefleisch, da es den Aujeszky-Virus enthalten kann. 

Zusätzlich werden "Beilagen" wie Gemüse, Obst und "Sattmacher" wie Nudeln und Reis beigeben.


VORTEILE:
  • stärkung des Immunsystems
  • natürliche Rohstoffe
  • stärkung der Bänder und Sehnen
  • verbesserung der Muskulatur
  • glänzendes Fell
  • keine unangenehme Hundegerüche
  • reduzierung von Wachstumsproblemen
  • erheblich reduzierte Zahnsteinbildung
  • reduzierung des Risikos von Magendrehung  
  • gute Gewichtskontrolle

WIE/-VIEL wird gefüttert?
 
Zunächst einmal kann man von der Faustregel ausgehen, dass eine Tagesration ungefähr 2% des Körpergewichts ausmachen sollte. Natürlich ist dies nur ein Ausgangswert, den man dem eigenen Hund noch anpassen muss: Stoffwechsel, Aktivität und Alter spielen immer in die Mengenberechnung mit ein. Daher zu Beginn das Gewicht des Hundes beobachten. 


Wer es gern genauer hat:
Wir haben bei Molly als Welpe (13 Wochen) mit 5%- 4mal täglich gestartet, weil Welpen natürlich noch im Wachstum stecken und viel Energie benötigen. 

Molly bekommt mittlerweile 3% ihres Gewichtes an Futter. Allerdings ist die Formel zum Errechnen der “genauen” Grammzahl doch etwas komplexer.

Formel: ? kg :10 = ? x 2 = ? x 100 = ? g

Molly`s Berechnung somit:
6kg:10 = 0,6 x 3 (%-Anteil ihres Körpergewichtes) = 1,8 x 100 = 180g (aufgeteilt in 2 Mahlzeiten)

20% der Tagesration muss pflanzlich sein, der Rest sollte aus Fleisch bestehen. „Fleisch“ verwende ich hier als Überbegriff, gemeint sind Fleisch, Fisch, Innereien, Knochen, Blut und Knorpel. Jede dieser "Sauereien" enthält andere wichtige Nährstoffe, Mineralien und Vitamine. Aus diesem Grund sollte hier immer genug Abwechslung herrschen.



"NICHT ZU VERGESSEN":
  • EI (ab und an mit Schale)   
Eier sind hochverdaulich und gute Eiweißlieferanten, ganze Eier sind außerdem sehr Calciumreich, wenn man sie mit Schale verfüttert.
  • Öl (ca. jeden 2. Tag einen Teelöffel; bevorzugt Lachsöl und Distelöl)
Distelöl hat den größten Linolsäuregehalt, etwa 3/4 des Öls bestehen aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren, 12% Ölsäure. Hoher Vitamin- E-Gehalt. 
Lachsöl ist reich an Omega-Fettsäuren. Es kann Haut und Fell positiv beeinflussen. 
  • Kräuter
Unbedingt vorher im Kräuterkatalog nachschauen, denn jede Kräuterart hat eine andere Wirkung (nicht getrocknet, immer frisch):
Oregano, es soll heilsam auf die Atemwege wirken, schleimlösend und Verdauungfordernd sein. 
Petersilie, ist sehr reich an Vitamin C,  unterstützt Niere und Blase. (Sollte nicht bei trächtigen Hündinnen gereicht werden.)
Thymian,  ist ein altbewährtes Heilkraut bei Erkältungen und Atemwegsproblemen. Er soll schleimlösend und fiebersenkend wirken. 
  • Knochen (Haupt-Calciumlieferant in der Rohernährung)
Ganze Hühnerhälse oder kleine Teile eines Ochsenschwanzknochens. Auch Markknochen vom Rind – Hunde lieben es, das Mark herauszulösen. Es ist wichtig, dass sie aufpassen, dass ihr Hund nicht den ganzen Knochen auf einmal herunterschlingt. Bestenfalls ist es, wenn der Knochen noch recht viel Fleisch an sich hat, sodass der Magen geschützt ist. Vorsicht bei der Menge: Verstopfungsgefahr. 
  • Innereien
Bei den Innereien empfehle ich Blättermagen und Pansen. Er ist ein ausgezeichneter Vitamin- und Spurenelemt-Lieferant und weist zudem einen hohen Fettgehalt auf. Er ist auch besonders hochwertig, weil er die bereits vorverdauten Grünpflanzen der Futtertiere enthält. Die Bakterien im Rinderpansen haben diese bereits aufgeschlossen und in hochwertiges Protein umgewandelt. Natürlich können beispielsweise auch Rinderlunge oder in Maßen Rinderleber-und Niere verfüttert werden. 
  • vegetarischer Tag
Naturjoghurt, Quark oder körniger Frischkäse, Obst (wie z.B. Apfel, Banane, Aprikose) etwas Honig und Kokosflocken. Klingt lecker oder nicht?!
Das alles dient als Alternative Fett- und Eiweißquelle bei der Rohfütterung.


ABSCHLIEßEND:
Bevor ihr euch nun für das Barfen entscheidet, denkt an:
  • genug Platz in der Tiefkühltruhe
  • einen guten Pürierstab oder Mixer
  • anfangs ein bisschen mehr Zeit für`s Füttern ;) 
 
Meine Buchempfehlung   Natural Dog-Food

In diesem Buch steht ALLES was man über Barfen wissen muss.  Jede Fleisch-Gemüse- und Obstsorte, sowie eine Kräuterkunde ist dort schön beschrieben. 
Eignet sich optimal zum Einstieg!

Alles bereit? Dann kann es los gehen!

Danke fürs vorbei schauen ♥

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