Mopsportrait



"Ein Leben ohne Mops ist möglich aber sinnlos"

Wer kennt nicht diesen berühmten Satz von Loriot. 






Der Mops ist dadurch zu einem echten „Modehund“ geworden, aber nicht für mich. Ich fand natürlich sein Aussehen auch sehr nett anzuschauen, der Mops mit seinem Ringelschwänzchen, dem länglichen Körper, seinen kurzen Beinchen und diesem herzerwärmenden Blick.  Mich hat aber dieser wunderbare Charakter der Möpse von Anfang an fasziniert und begeistert. Klar, wurde meine Entscheidung mir einen Mops zu zulegen belächelt. Aussagen wie, ein Mops ist doch nur faul und träge, diese Rasse ist doch nur krank und nicht belastbar, so ein kleiner Hund ist doch kein richtiger Hund, kleine Hunden hören nicht… und so weiter, andere wissen es ja immer besser. Ich kann nach 2 Jahren sagen, ICH weiß es besser.

Der Charakter und das Wesen eines Mopses ist unglaublich aufregend zu erforschen, sie sind sehr kluge Hunde, sind lernbegierig und sehr aufmerksam was Ihre Umwelt angeht. Nicht selten werden sie auch als sensibel beschrieben, sie nehmen jede Stimmung ihres Frauchens/Herrchens wahr und reagieren darauf. Ein Mops ist ideal als Ersthund, weil sie als sehr unkompliziert und pflegeleicht gelten, vergesse man da mal nicht den Sturkopf der Möpse. Wenn ein Mops nicht möchte, dann möchte er nicht, ohne Kompromisse. Deshalb darf bei einem Mops auch die Erziehung nicht zu kurz kommen. Wer einen Hund möchte, der einem auf Schritt und Tritt, auch bis ans Ende der Welt folgen würde, ist bei einem Mops genau richtig. Wer einmal das Vertrauen eines Mopses erlangen hat, wird es niemals mehr verlieren. Wer aber glaubt, ein Mops benötigt keine große Bewegung hat sich meiner Meinung getäuscht, bei uns ist immer Action angesagt. 

Was meine Molly angeht, kann ich diese Charaktereigenschaften nur bestätigen. Molly ist eine lernbegierige, kommandoliebende, anhängliche, treue Partnerin, die mit mir an meiner Seite, jeden Weg mit den größten Hürden überwinden würde. Für mich ist sie die perfekte Partnerin, die mich mit ihrem Blick und dem wackeln ihres Ringelschwänzchen zum Lachen bringt, wenn es mir mal nicht gut geht, die mich tröstet und täglich in so vielen Situationen Spaß bereitet.




Sie liebt es draußen zu sein und zu flitzen – am liebsten den ganzen Tag. Jegliche Übung von Kommandos nimmt sie für ein Stückchen ihres Lieblingskäses dankend an. Vorurteile, dass Möpse nicht fit sind und keine langen Wege hinter sich lassen können, kann ich ganz und gar nicht bestätigen. Wir sind regelmäßig stundenlang im Wald, im Schnee, draußen auf Tour und das von Anfang an. Ich sage immer, ein Hund ist nur so faul wie sein Besitzer, egal ob Mops, ob Schäferhund, ob Aussie, ob klein ob groß.



Ich kann sagen, dass für mich nie eine andere Rasse in Frage kam. Ich wollte einen kleinen Hund-aber nicht zu klein, einen Hund der als Ersthund geeignet war, der mir immer treu zur Seite steht. Ich wälzte Bücher und mir war sofort klar, diese Hunderasse passt perfekt zu mir. Gesagt-getan, jetzt musste nur noch unser Vermieter überzeugt werden, naja Begeisterung sah anders aus. Ich musste mir wirklich einiges anhören, ein Hund ist so laut, wollen sie nicht lieber Kinder, ein Hund verkratzt den Boden und noch einiges mehr. Nach langem Hin und Her einigten wir und darauf, dass wir über den schönen Buche-Laminat PVC-Boden legen und darauf achten, dass es nicht laut wird. Und so konnte die Mini-Mops-Suche also endlich los gehen! Ich werde den Tag nie vergessen, als wir endlich einen für uns geeigneten Züchter gefunden haben und wir gleich wenige Tage später vorbei kommen konnten, um uns die Welpen anzuschauen. Ich war so unendlich aufgeregt, mein größter Traum geht in Erfüllung! Als schwarzes Würmchen erblickte Molly als Letzte von fünf Möpschen das Licht der Welt. Sie lies geschlagene 2h auf sich warten, aber wie heißt es so schön; 




 "Das Beste kommt zum Schluss"






Molly hat sich uns quasi ausgesucht, sie kam sofort ohne jegliche Berührungsängste auf uns zu, wir mussten nicht lange überlegen und entschieden uns für sie. Am 08.September.2013 war es dann endlich soweit, Molly zog bei uns ein, es war einer der schönsten Tage die wir je hatten. Und ich kann sagen, dass sie uns die Anfangszeit richtig einfach gemacht  hat. Sie war schnell sauber, hat schnell Vertrauen zu uns aufgebaut, hat nie was angestellt, es war einfach perfekt. Was für eine tolle Zeit!




Wir können sie uns einfach nicht mehr an unsere Seite wegdenken, sie hat uns mit ihrem freundlichen, aufrichtigen Wesen von oben bis unten verzaubert. Jeden Tag aufs Neue, denke ich mir, was für eine tolle Entscheidung es war uns einen Mops zugelegt zu haben und wie viel Glück wir mit unserer Molly haben.
















Die Mops Geschichte, so sagt man, begann vor circa 2000 Jahren in China, wo die Möpse als Kaiserhunde dienten. Damals galt ihre Haltung als Privileg und es war ausschließlich Kaisern vorbehalten, einen Mops anzufassen. Die Gestalt des Mopses änderte sich im Laufe der Zeit. Die Hunderasse Mops zählt zu den Molossern, ist also trotz des Größenunterschiedes mit der Dogge verwandt. Zu späteren Zeiten, etwa im 14. Jahrhundert, begeisterten sich schließlich auch europäische Königsfamilien und vermögende Adelshäuser für den Mops. Auch hier war der Mops nach wie vor ein Privileg der Reichen und kein Hund für das gemeine Volk. Wie die Rasse nach Europa kam ist nicht ganz schlüssig. Jedoch liegt es nahe, dass Seefahrer sie auf ihren Schiffen mit nach Europa brachten und sie dort verkauften. Erst im 19. Jahrhundert zog der Mops dann auch in die Häuser „normaler“ Bürger ein. Heute gilt diese Rasse  als  Gesellschafts- und Begleithund. Ein besonderes Merkmal ist seine schwarze Maske, sein schönes helles Fell und natürlich sein Ringelschwänzchen. Da der Mops zu Übergewicht neigt, ist eine gesunde angepasste Ernährung und viel Bewegung sehr wichtig.

Als Besitzer von einem Mops, hat man auch mit vielen Vorurteilen von außerhalb zu kämpfen. Wie bei vielen Rassen herrscht hier eine Meinungszwiespalt, ob und inwiefern die Tiere überzüchtet sind und sich dadurch quälen. Hierbei geht es hauptsächlich um die eingedrückte Schnauze und die platte Nase. Ich kann nicht verleugnen, dass es Möpse gibt die Atemprobleme haben. Ich finde, jeder Hundebesitzer sollte – und zwar egal mit welcher Rasse – sich Zeit lassen bei der „Züchterauswahl“ und nicht den nächst Besten wählen. Mal von Billig-Hunden aus dem Ausland abzusehen, die sehr arm dran sind, doch leider ist da die Verlockung durch den geringen Preis zu groß. Wir haben nach langer Suche zum Glück einen sehr tollen Züchter gefunden, Molly ist nach mehreren Tierarztuntersuchungen kerngesund, wir legen nicht nur auf ausreichend Bewegung viel Wert, sondern auch auf die Ernährung. Seit Molly bei uns eingezogen ist, Barfen wir und bereuen diese Entscheidung keinen Tag. Meine Devise, wenn dann richtig; Ich habe Fortbildungen zu dem Thema Barfen besucht und habe viele, viele Bücher gewälzt. Auch auf meinem Blog beschäftige ich mich sehr viel mit diesem Thema. 


Ein Mops benötigt eine besondere Pflege.  Er  hat kurzes, sehr feines und weiches Fell, das im Gegensatz zu langhaarigen Hunderassen nicht verfilzt. Daher genügt es, das Fell einmal pro Woche zu bürsten. Aber Achtung, ein Mops hart unglaublich – und dass das ganze Jahr über. Oftmals tränen die Augen  leicht und morgens befindet sich häufiger Sekret in den Augenwinkeln. Dieses sollte man vorsichtig mit einem weichen, sauberen Tuch entfernen. Auch sollte man die Augen auf Rötungen kontrollieren, da Möpse zu Bindehautentzündungen neigen. Die Mopsohren sollte man auch 1x wöchentlich nach Ablagerungen kontrollieren. In der Nasenfalte kann sich Dreck ablagern, diese sollte man auch 1x wöchentlich mit weichen Pads und Vaseline säubern.




Abschließend habe ich nochmal die wichtigsten 10 Fakten über den Mops zusammengefasst:

  1. Möpse sind keineswegs faul und doof, sondern lernbegierig und klug
  2. Sie sind sehr anhänglich und immer treue Partner
  3. Sie neigen zu Übergewicht, deswegen auf ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung achten
  4. Möpse sind ideal als Familienhunde
  5. Sie sind super geeignet als Ersthunde
  6. Sie haben einen kleinen Dickkopf, Erziehung deshalb nicht vernachlässigen
  7. Sehr wichtig, Achtung bei der Züchterwahl!
  8. Möpse tun alles für ein Stückchen Käse
  9. Möpse benötigen eine besondere Pflege
  10.  Sie sind sehr sensibel und achten aufmerksam auf ihre Umwelt


Mein Fazit: Ich kann diese Rasse jedem weiter empfehlen, der einen witzigen, treuen und lernbegierigen Hund an seiner Seite sucht.





Danke fürs vorbei schauen ♥

Danke fürs vorbei schauen ♥

Social Media

Like us on Facebook